Allgemein · Schicksal

Wenn die REALITÄT zum BUCH wird…😢||The Hate U Give; Angie Thomas

Manchmal tust du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief.

Hey Freunde!

Vielleicht habt ihr gemerkt, dass hier in letzter ziemlich wenig los war… Alice und ich sind leider in einen ziemlichen Ferien-Modus gerutscht, inkl. Ferien des Blogs…❤

Aber es geht weiter! Heute geht es um ein Buch, welches ich schon länger im Blick hatte (solange das bei einem gerade erst erschienenen Buch geht). Es spricht ein ziemlich heikles, und schwieriges Thema, was aber meiner Meinung nach wirklich weiter in der Öffentlichkeit angesprochen werden sollte.

Es geht um das Buch „The Hate U Give“ oder einfach „THUG“ von Angie Thomas. Es erschien im Juli 2017 im cbt-Verlag und ist bis jetzt nur als gebundene Ausgabe für 17, 99€ öde als Kindle-Edition erhältlich.


Inhalt:

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen…


Rezension:

Die Geschichte hat mich sehr ergriffen. Sie ist ziemlich grausam und unfair. Und leider auch sehr realistisch: ein schwarzer unschuldiger Junge der von einem weißen Polizisten erschossen wird…OHNE Grund. Das Ganze wird dann so gedreht, das den Polizisten natürlich keine Schuld trifft. Natürlich.

Wie oft habe ich so etwas im Fernsehen gesehen und nur den Kopf geschüttelt. Ich habe von Protesten und Trauerfeiern für die Opfer gelesen, doch bis jetzt ist mir das noch nicht so richtig nachgegangen. Damit meine ich nicht, das ich mich vorher überhaupt für das Verhalten dieser Menschen geschämt habe, aber durch dieses Buch bekommt man irgendwie eine andere Sicht.

Die Geschichte handelt von Start, einem Mädchen aus dem „Ghetto“ wie sie es selber sagt. Sie versucht mit dem Mord ihres besten Freundes klarzukommen und fängt gleichzeitig einige Proteste und Unruhen an. Die Menschen kämpfen für Gerechtigkeit für Khalil. Das ganze ist sehr realistisch und gut vorstellbar geschildert, außerdem bekommt man auch sehr interessante Einblicke in das „Gangleben“ und das harte Leben mancher Bewohner von „Garden High“, dem Viertel aus dem Starr kommt. Zwischendurch driftet es aber schon sehr in eine andere Richtung ab, weg vom eigentlichen Thema, hin zu Familien- und Freundschaftskrisen.

Es gibt hier natürlich auch ein kleine, wenn auch feine Lovestory. Sie ist einerseits nicht wirklich besonders, andererseits aber irgendwie bewundernswert. Wenn ein schwarzes Mädchen, dessen schwarzer Freund von einem weißen Polizisten erschossen worden ist, ein weißen Kerl von einer leicht rassistischen Schule datet, ist das schon ein bisschen Bewunderung wert. Jedenfalls hält Chris zu Starr und ihren Freunden, auch wenn er dabei eine kleine Minderheit darstellt. Was einen ziemlichen erleichtert, da man sich nicht über jeden zweideutigen Kommentar schämen muss… Leider stellt sich Starr zwischendurch gegen die Beziehung, weil „Chris eben weiß ist und das nicht verstehe“. Ehrlich gesagt verstehe ich sie nun überhaupt nicht.

Die Charaktere gefallen mir auch größtenteils. Starr ist zwar Herzens gut und findet das Khalil Gerechtigkeit verdient, nur macht sie einfach ihren Mund nicht auf. Sie sieht zu wie andere machen und ärgert sich dann, dass es zu nichts führt. Dabei hätte sie als einzige Augenzeugin doch viel mehr bewirken können, aber sie scheut sich irgendwie davor. Und nun ist sie schon Mal gegen Rassismus und nimmt ihren Freunden und Mitmenschen rassistische Kommentare ziemlich übel, aber verhält sich gegenüber den Weißen auch nicht anders. Nach dem ihr Freund getötet wurde sind sie nun alle schuldig und auch ihren Freund weißt sie ab. Ich finde in solchen Zeiten sollte man sich erst Recht zusammen raufen, egal ob dunkel- oder hellhäutig… Ihr Freund Chris lässt sich von ihrer Einstellung aber nicht beirren, was ich auch an ihm mag. Die restlichen Charaktere sind eher oberflächlich beschrieben und man erfährt eher weniger von ihnen.

Der Schreibstil gefällt mir eigentlich ziemlich gut, man fühlt mit Starr mit und kommt auch gut durch. Allerdings muss ich sagen, dass die Geschichte erst zum Ende hin richtig Fahrt aufgenommen hat. Am Anfang würde irgendwie nur so ein bisschen herum geblödeld, bis es dann am Ende richtig los ging. Die Kapitel sind von der Länge aber genau richtig, nicht zu lang, nicht zu kurz.

Das Cover gefällt mir ziemlich gut, es passt sehr gut zum Buch. Es ist aber auf dem Umschlag abgedruckt und das eigentliche Buch ist weiß …. weshalb meins jetzt schon etwas misshandelt aussieht.


Fazit:

Das Buch spricht ein unglaublich wichtiges Thema an, vor welchem wir uns nicht wegdrehen sollten. Es hat zwar einige Schwachstellen, aber insgesamt betrachtet ist es sehr lesenswert.

THUG will, dass man die Augen vor Rasissimus nicht verschließt und auch Mal den Mund aufmacht. Man soll sich nicht von Vorurteilen lenken lassen und das tuhen was man selbst für Richtig hält.


Kennt ihr das Buch?

Kennt ihr noch andere Bücher, in denen ein sehr aktuelles/wichtiges Thema dargestellt wird?

Findet ihr solche Bücher wichtig?

Ich würde mich freuen wenn ihr einen Kommentar dazu dalasst 🙂

Bis Bald,

Eure Rosa


Quelle: Lovelybooks

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4 Kommentare zu „Wenn die REALITÄT zum BUCH wird…😢||The Hate U Give; Angie Thomas

  1. Hey,
    ich habe dieses Buch gerade erst beendet und fand es echt toll😍 Mich hat es auch ergriffen…Besonders faszinierend fand ich die Geschichte, denn ich finde man hat viel daraus gelernt, eben über Garden High, solche „Ghetto“-Viertel, und auch über das Leben der Schwarzen. Ja klar, wünscht man sich, Starr hätte mehr gemacht, aber andererseits wurden ihre Gefühle (meiner Meinung nach) sehr nachvollziehbar geschildert und man kann sich schon vorstellen, dass sie Angst hatte. Letzten Endes kann man das -finde ich-nicht so gut beurteilen, solange ich nicht selber einmal in so einer Situation war. Obwohl ich mir nach diesem Buch geschworen habe, falls ich in irgendeine Situation gerate, wo meine Stimme zählt und ich etwas ändern kann, dass ich dann alles gebe, denn das ist so wichtig. Ansonsten gebe ich dir aber vollkommen recht. Ein sehr gelungenes Buch, das auch einmal ein ernstes, aktuelles und sehr wichtiges Thema anspricht. 😉
    Liebe Grüße, Julia 😊

    Gefällt 1 Person

    1. Aww, erstmal danke für diesen übertrieben langen und netten Kommentar 😘 Klar, du hast schon Recht😊 Es sollte in meiner Rezi auch gar so rüberkommen, dass ich ihr Verhalten verurteile oder so😐 Wie du auch gesagt hast, war ich nie in einer ähnlichen Situation, aber ich hatte das Gefühl, dass sie sich mit ihren Handlungen ein bisschen selbst wiedersprochen hat 😊
      Ein schönen Tag undAllerliebste Grüße,
      Rosa 💕

      Gefällt 1 Person

      1. Hey, gerne doch! 💕 Ja, aber ich verstehe auch gut, was du gemeint hast, immerhin hätte sie letzten Endes vielleicht ja doch etwas mehr bewegen können..😐
        Aber tolle Rezension!!
        Liebe Grüße, Julia 😊

        Gefällt 1 Person

  2. Hey,
    ich habe dieses Buch gerade erst zu Ende gelesen und fand es genauso toll wie du 😍, denn es hat mich wirklich ergriffen. Ich fand besonders die Geschichte des Buches, also die Thematik Rassismus, der Unterschied und die verschiedenen Welten und Lebesweisen und Verhalten von Schwarz und Weiß , stark und echt faszinierend. Ja, klar, wünscht man sich, Starr hätte mehr getan, aber andererseits sind ihre Gefühle (meiner Meinung nach) auch sehr realistisch und nachvollziehbar geschildert. Das heißt: man (bzw. ich) konnte schon verstehen, wieso sie Angst hatte. Die Botschaft des Buches ist eigentlich auch, dass man seine Stimme benutzen sollte, wenn man es kann und für die Gerechtigkeit kämpfen sollte. Ein Zitat aus Thug ist auch : „Wozu hat man eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?“ Ich finde, dieser Satz beinhalten so viel Wahres..
    Aber ansonsten bin ich vollkommen deiner Meinung. Chris fand ich auch toll und besonders auch, wie viel man gelernt hat, wie zum Beispiel über „ghetto“-Viertel wie Garden High oder das Leben der Schwarzen und und und… 😉
    Liebe Grüße, Julia 😊

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