Fantasy · Thriller

Elias & Laia – Herrschaft der Masken; Sabaa Tahir [Rezension]

Hallöchen! 🙂

heute werde ich malwieder ein Buch meiner Neuzugänge aus dem Mai rezensieren. Es gab hier auch einen Hype und deshalb war ich echt gespannt…

Es geht um das Buch „Elias & Laia, Herrschaft der Masken“ von Sabaa Tahir. Es erschien 2015 im Bastei Lübbe Verlag und kostet 16,99.



Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Sie tarnt sich als Sklavin und dringt so in das Innerste von Schwarzkliff ein. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste … Elias und Laia stehen auf ganz unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.

Rezension:

Wie viele andere habe ich hier eine typische Fantasy Story mit einem großen Fokus auf der Liebesgeschichte erwartet. Doch da habe ich mich wohl getäuscht

Ich war von Anfang an in der Geschichte und wurde ziemlich mitgerissen. Die Handlung ist sehr spannend und Action-geladen und es gab wenig Atempausen. Die dargestellte Welt ist ziemlich düster, das Volk der Kundigen wird von dem Imperium unterdrückt. Es geht dort ziemlich brutal zu und die sogenannten „Masken“ sind skrupellos. Es gab viele wirklich grausame Szenen, die mich richtig geschockt haben…. Das Spannende an der Geschichte ist auch, dass man beide Seiten offengelegt bekommt, durch Elias, eine Maske, und Laia dem Kundigen Mädchen, dessen Familie ermordet und entführt wurde. Man kann hier zwar sehr gut zwischen „Gut und Böse“ unterscheiden, doch gibt es ein paar Personen die einen wieder daran zweifeln lassen. Allgemein ist Korruption dort auch an der Tagesordnung. Und zu diesen beiden Seiten kommt nun auch noch der „Widerstand“ der eigentlich für die Kundigen kämpft aber nicht mehr das ist, was er einmal war.

Natürlich kommt irgendwann auch die Liebesgeschichte ins Spiel. Sie war aber eigentlich so gar nicht das, was ich erwartet hatte. Ich meine, es gibt zwar eine, die spielt aber ziemlich im Hintergrund und ist meiner Meinung auch nicht ganz so nachvollziehbar. Naja, vielleicht gibt es sogar zwei Lovestorys…ich weis es nicht. Allerdings muss ich sagen, dass ich es mal ganz gut fand, dass nicht nur die Liebe im Mittelpunkt steht. Man konnte sich viel besser auf die eigentliche Geschichte konzentrieren, die ja schon viel zu bieten hatte, und wurde nicht von irgenteinem Liebesdrama abgelenkt. Solche Geschichten habe ich echt lang nicht mehr gelesen, überall spielt die Liebe zu IHM oder IHR  nämlich die größte Rolle. (Nicht das ich das nicht mag, aber trotzdem…muss ja mal gesagt werden)

Die Hauptcharaktere gefallen mi richtig gut. Elias und Laia sind beide sehr sympathisch und ich konnte sie sehr gut verstehen. Sie sind beide in sehr Schwierigen Situationen, die ihnen viel abverlangen, ohne sie versuchen beide so gut wie möglich damit umzugehen.

Laia macht eine ziemliche Entwicklung im Laufe der Handlung durch. Zu Anfang ist sie das etwas zurückhaltende Mädchen, welches aber am liebsten wie ihre Mutter und ihr Bruder sein möchte, die für ihre Rechte und Träume kämpfen und sich nicht einschüchtern lassen. Sie läuft davon als ihr Bruder Hilfe braucht und wird von Selbstzweifeln geplagt.  Auf der Mission ihren Bruder zu befreien, lernt sie aber mit ihrer Situation klarzukommen und findet „zu sich selbst“. Langsam wird sie mutiger und selbstbewusster und fängt an, anders zu reagieren und mit ihrer Angst umzugehen. Ihre Entwicklung geht dabei aber relativ langsam voran, was das ganze sehr viel realistischer macht.

Elias ist trotz seinem Stand als Maske nicht so brutal und abgebrüht wie die anderen. Er ist anders aufgewachsen und hat dementsprechend auch andere Ansichten. Er ist einer der besten, aber möchte nicht so leben wie die anderen Masken. Er schaut weg wenn andere gespannt hinsehen und will eigentlich nur noch abhauen. Leider wird ihm ein Strich durch die Rechnung gezogen und er muss auf einmal mit einer völlig anderen Situation klarkommen. Nach außen versucht er so zu tun als wäre er zufrieden und machtgierig wie alle anderen, doch innerlich führt es jedes mal einen neuen Kampf mit sich selbst. Seine „andere Art“ macht ihn einem sehr sympathisch und man leidet mit ihm.

Die Nebencharaktere haben mich größtenteils überzeugt. Zum einem habe ich Izzy, eine neu gewonnene Freundin von Laia, sehr schnell ins Herz geschlossen und die Kommandantin gehasst (wie wahrscheinlich vorgesehen). Aber aus anderen Charakteren wie Helena, Kinan oder Köchin (ihr Nama ist „Köchin“ da sie als Sklavin keinen richtigen haben darf…) wurde ich eher weniger schlau. Meine Sympathien zu ihen schwankten im Laufe des Buches ziemlich, und über ihre Beweggründe wurde man auch nicht so  gut aufgeklärt. Okay, es sind Nebencharakter aber ich hätte trotzdem gerne etwas mehr erfahren.

Der Schreibstil hat mich echt überzeugt. Er ist schön einfach zu lesen und man kommt deshalb ziemlich gut voran. Die Emotionen werden gut rübergebracht und man versteht alle Handlungen. Es wurde aus der Ich-Perspektive geschrieben, was einem natürlich nochmal einen persönlicheren Eindruck gegeben hat. Dass abwechselnd aus Elias und Laias Sicht geschrieben wurde, hat auch sehr gut gepasst, da es am Anfang wirklich zwei komplett unterschiedliche Geschichten sind.

Das Cover gefällt mir so semi-gut, da ich ja echte Menschen auf Cover nicht so doll finde. Aber die Idee ist wirklich gut, deshalb schaue ich auch nicht gleich wieder weg, wenn ich auf das Buch blicke…;)

Fazit:

Insgesamt ist es ein sehr gelungener Auftakt der Reihe! Es ist spannend, interessant und mit sympathischen Charakteren ausgestattet. Ich werde mir auf jeden Fall den zweiten Teil besorgen!


 

Habt ihr schon mal von dem Buch gehört und wie gefiel es euch?

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche!

Eure Rosa

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3 Kommentare zu „Elias & Laia – Herrschaft der Masken; Sabaa Tahir [Rezension]

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