Schicksal

Obwohl es dir das Herz zerreisst, Jenny Downham [Rezension]

Hey Lesefreunde,

ich habe vor kurzem ein neues Buch durch gelesen und wollte euch nicht länger auf die Rezi warten lassen. 😉

Es geht um das Buch „Obwohl es dir das Herz zerreisst“ von Jenny Downham es erschien 2017 im cbt Verlag und ist als Taschenbuch (aber auch als E-Book) für 14,99€ erhältlich.

*An dieser Stelle vielen Dank an das Bloggerportal, die uns dieses Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.*

Ich hatte große Erwartungen in das Buch, da mir allgemein die Bücher aus dem Verlag sehr gut gefallen, außerdem hat mich das Cover und vor allem der Klappentext angesprochen. Leider ist das Buch etwas anders gewesen als ich es erwartet habe.

Jahrelang hat Caroline ihrer 17-jährigen Tochter Katie die Großmutter vorenthalten. Zu viele Verletzungen, zu viele böse Worte waren zwischen den beiden gefallen. Doch nun taucht die alte Dame unvermittelt wieder in ihrem Leben auf … und erinnert sich an fast nichts mehr: Mary leidet an Demenz. Was für Caroline einem Albtraum gleicht, weckt in Katie neue Hoffnung. Sie freundet sich mit ihrer Großmutter an und fügt in deren lichten Momenten wie bei einem Puzzlespiel ihre Familiengeschichte zusammen. Noch ahnt Katie nicht, was sie damit ins Rollen bringt. Es wird ein Sommer werden, der alles verändert.

In der Geschichte geht es um drei Generationen von Frauen, die mit verschiedenen Problemen zu kämpfen haben. Katies Großmutter Mary kommt in die Familie von Katie, ihrer Mutter und ihrem Bruder. Langezeit hat Katies Mutter Caroline Katie ihre Großmutter verschwiegen, doch seit dem von Tod Marys Mann muss Mary irgendwo unternommen und zieht bei ihrer Tochter ein. Doch Mary leidet unter Demenz und so beginnt Katie, die Mary kennenlernen und mehr über sie herausfinden möchte, Marys Erinnerungen aufzuschreiben. Dabei kommen schmerzhafte Erinnerungen ans Licht, die alles verändern.

Insgesamt hat die Autorin mit ihrem Buch verschiedene Themen aufgegriffen und schön dargestellt. Zum einen geht es um Demenz und wie unterschiedlich damit Menschen umgehen. Ich kenne keinen in meinem Umfeld der an Demenz leidet, doch ich konnte die Situationen gut nachvollziehen und es wird toll gezeigt, wie schwer es ist mit sowas umzugehen. Gleichzeitig gibt es viele Probleme in der Vergangenheit, die die Charaktere sehr prägen. Zusätzlich spielt aber auch noch Katies Liebesleben und ihre Beziehung zu ihrer Mutter eine große Rolle.

Wenn man das alles so zusammen betrachtet ist das meiner Meinung nach sehr viel, dass da in einem Buch zusammengefasst wurde, ich glaube die einzelnen Themen hätte man noch besser hervorbringen können, wäre die Geschichte nicht so voll.


Rezension:

Die Figuren haben mir teilweise gut gefallen aber manche auch richtig aufgeregt. Insgesamt sind alle Personen auch die Nebenfiguren gut durchdacht und sind individuell. Katie fand ich anfangs etwas nervig, da sie ihr Leben von ihrer Mutter bestimmen lässt und nicht die „Warheit“ erkennt. Im Laufe der Geschichte hat sie besonders am Ende eine tolle Entwicklung durchgemacht und sich endlich mal getraut.

Katies Mutter Caroline fand ich richtig unsympathisch, sie hatte keine leichte Vergangenheit, doch sie will über alles bestimmen und lässt ihren Kindern keinen Platz zum Fehler machen. Auch handelt sie in vielen Situation echt gemein und fühlt sich als wäre sie das Opfer.

Das Buch wird teilweise in Katies und in Mary Sicht geschrieben. Dabei wird nicht aus der Ich Perspektive, sondern in der personalen Erzählperspektive. Zwischendurch kommen auch immer wieder Kapitel die in der Vergangenheit von Mary spielen vor, sie sollen wohl das ersetzen, was Mary Katie erzählt. Dass das so umgesetzt wurde, finde ich etwas verwirrend, da ich anfangs nicht wusste, wer das außer Mary noch mitkriegt und ob das nur in Marys Kopf passiert. Später habe ich es mir dann erschlossen, dass Mary Katie die Erinnerungsfetzen gerade erzählt. Allerdings fand ich gerade diese Abschnitte, die in der Vergangenheit spielten interessant, da dadurch mir vieles klarer wurde und man das Handeln der Personen besser verstanden hat.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen und es ließ sich leicht und locker lesen. Es gab einige sehr emotionale Situationen, teilweise auch nur ganz kleine, die super herübergebracht wurden.  Leider fehlte mir anfangs etwas die Spannung, da die meiste Zeit des Buches nichts passiert, erst am Ende wurde es etwas spannender.

Das Ende hat mir wirklich gut gefallen, da dann endlich alles ins Rollen kam.


Fazit:

Ich würde dieses Buch nicht unbedingt weiterempfehlen, da ich den Anfang sehr langweilig und stockend fand. Die Charaktere fand ich überwiegend auch nicht sympathisch und ich hätte an ihrer Stelle viel früher und anders gehandelt.

Viele interessante und tolle Themen in einem Buch, jedoch hackt es ein wenig bei der Umsetzung, lediglich beim Ende wurde noch einmal alles gegeben und es lohnt sich bis zum Ende durchzuhalten. Es war echt schön das Buch zu lesen aber ich kann nicht davon absehen, dass es eigentlich erst ab der Mitte/ zum Ende hin richtig Fahrt aufnimmt.

Also falls ihr das Buch gerade lest oder es auf eurem SuB liegen habt, kämpft euch bis zum Ende durch!


Was war euer letzter Flop? Wie fandet ihr das Buch, wenn ihr es gelesen habt? Kennt ihr auch Bücher, die erst zum Ende hin richtig spannend werden?

Liebe Grüße

Alice


Quelle: www.randomhouse.de

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